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Normale Version: Lage zur Fußballszene in Berlin
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Hallo Forum,

ich bin keiner Szene zugehörig, jedoch wohne ich seit eineinhalb Jahren wegen der Arbeit in Berlin. 
Ich habe einige Spiele von Union, Tebe, Hertha und dem BFC besucht sowie kleinere Partien und mit Szeneleuten gesprochen.

Da in Berlin etliche andere Szenevertreter sind die man auch öfter sieht, wollte ich um eine Einschätzung zur Lage bitten. Es gibt in Friedrichshain und Kreuzberg viele Lokalitäten, in welchen sich andere Fanszenen treffen, aber es kommt dennoch fast nie zu auseinandersetzungen? Woran liegt das? Ich weiß von Hertha und Eintracht Frankfurt, dass es ein Stillhalteabkommen gibt. Weil viele Frankfurter schon lange in Kreuzberg wohnen und dort auch Mitglieder von unangenehmeren Vereinigungen (Familien, Türsteher) mitwirken, beschränkt man die Rivalität nur auf die Spieltage und geht sich aus dem Weg, ähnlich soll es bei Rostock sein, nachdem es dort vor einigen Jahren Konflikte gab. Dortmund hat inzwischen auch eine kleine Crew zusammen, die sich jedoch bedeckt hält. Lautern und Mainz schauen in Friedrichshain aber haben keinen Bock auf Kleinkrieg. Währenddessen sind Union und Hertha im Süden der Stadt mit Hausbesuchen beschäftigt. Kann es sein, daß Berlin einfach zu groß ist?

Wenn den Thread jemand stört einfach löschen.  Big Grin
VG BeOBachter
Eine Einschätzung über die Kräfteverhältnise fände ich auch sehr interessant. Als ich noch in Berlin gewohnt habe, hatte Union noch nicht sehr viel zu melden und außer Rostock gab es keine nennenswerten Gruppen Ortsfremder vereinen (gabs natürlich schon immer, nur nicht so präsent). Der BFC war der schlafende Riese und die Hertha der Verein derjenigen die ihre Kräfte nicht bündeln konnten
Interessantes Thema.
Neben den üblichen Vereinen HBSC,BFC,Union gibts auch noch TeBe und BAK zB.
wie sieht es da allgemein mit der Revier-Verteilung kleinerer Clubs aus? Oder ist
das im Grunde nicht so relevant im Stadtgebiet,weil zu wenig Anhänger?
Grüße
Berlin ist eine riesige Stadt was die Fläche angeht. Richtige revierkämpfe kann es daher kaum geben. Da sich alles verläuft. Man beschränkt sich auf kleben und Graff. Hakeleien Jüngerer Unioner und Herthaner untereinander gibt es immer wieder, andere Berliner Vereine spielen keine Rolle.  BFC wird nichts mehr, das sagen selbst eingeschworene, weil der Nachwuchs fehlt. Es führt auch nicht zu was: Die großen Jungs stehen zusammen an Türen, machen zusammen Sport oder Geschäfte, daher der Fokus auf Spieltage und spezielle Ereignisse, wo man in Manschaftsstärke aufläuft. Etwa Karneval der Kulturen wo es durchaus mal zu einem Schlagabtausch kommt. Es zieht eben nur Ärger nach sich wenn die durchaus sehr fitten jungen von Hertha das Rostock-Gym angreifen oder in Kreuzberg einen Berliner Adler abfangen. Man denkt sich: Was bringt dieser kurze Erfolg wenn du ab dann immer über die Schulter schauen musst oder dich nicht mehr in den Vergnügungsvierteln blicken lassen kannst und umgekehrt das gleiche, da der Chef der Herthaner über ebensolche Verbindungen verfügt. Das sind aber nur die Szenen von denen ich was mitbekommen habe (hören sagen, ich arbeite in Berlin und bekomme in Pausen durchaus mal was mit und man tauscht sich aus. daher keine Gewähr). Wie sieht es denn mit Köln, Dresden, München rot, etc aus?
Wohne ebenfalls in Berlin. Köln hat ein paar Szeneleute und ein Lokal, hält aber die Füße still. Dresden ist hier, im Vergleich zu beispielsweise Rostock, ebenso wie München Rot, völlig unterrepräsentiert. Da gibt es sogar mehr St. Paulianer, Babelsberger oder Magdeburger. Dass die Spannungen zwischen Union und Hertha zunehmen, merkt man. Der Bfc ist so gut wie tot, Tebe ebenfalls. Die 4 großen türkischen Vereine und insbesondere PAOK sollte man nicht unterschätzen, auch wenn sie sich nicht aktiv einmischen.
Vom Olympiastadion bis zur alten Försterei ist es ungefähr soweit wie von der Veltins Arena zum Westfalenstadion und wer Berlin kennt, der weiss, dass es zwischen West- und Ostberlin in vielen Bereichen immer noch eine relativ große Teilung gibt. Also so einfach über den Weg, wie in anderen Städten, läuft man sich da glaube ich auch nicht.

Ich finde auch nicht, dass man in einer "fremden" Stadt den Dicken machen muss, wenn nicht gerade Spieltag ist. Das ist auch eine Frage des Respekts, würde ich in meiner Heimat ja auch nicht wollen. Und unter der Woche Räuber und Gendarm spielen ist Kinderkacke und auf Dauer sehr anstrengend.

Aber vom demographischen Faktor müsste Stuttgart ja mittlerweile die Nummer 1 in Berlin sein Wink Es gibt auf jedenfall ein Vereinsheim eines relativ bekannten VFB Fanclubs in Berlin
Also von den Berlinern Clubs kann man eigentlich nur Hertha & Union als einigermaßen Einfluss stark bezeichnen. BFC fehlt wie gesagt der Nachwuchs & eigentlich auch so kaum wahrnehmbar, Tebe & BAK sind toter als Tod..

Von anderen Deutschen Clubs haben szenemäßig Rostock & Frankfurt das beste Standing, Rostock hat dazu noch ne größere Sektion in Potsdam..

Dresden, Dortmund, Magdeburg, St. Pauli, Babelsberg mit kleinen Gruppen vorhanden...

VFB, Gladbach, Schalke, Co. Haben viele normale Fan Clubs & Lokale, aber nichts szenemäßiges...

Von den ausländischen Clubs haben die großen 4 türkische Vereine, sowie Paok & Panathenaikos ordentlich was am Start.

Dazu kommen noch einige Polnische Gruppen
Hansa scheint eine hohe Strahlkraft in der Umgebung Berlin/Brandenburg zu haben. Hertha hat viele junge Anhänger, welche allerdings nur selten in Gruppen organisiert sind
Ich denke die Stadt wird immer mehr aufgeteilt.Im Westen Hertha,im Osten Union.
Den Bfc sollte man nicht unterschätzen.   Spielen die in der 3. oder gar 2. Liga ist der Zulauf sicher.Sowie ich es mitbekomme gibt es zwischen den Fans der 3 Vereine kein nennenswerten Stress.Ich bin allerdings in keiner Szene und älteres Semester.
Nur eins ist sicher.Spielt Union vs BFC ist Ausnahme zustand.Und die Befis sehnen sich mehr danach als die meisten Unioner.
Das stimmt nicht ganz. BFC sollte man nicht überschätzen, meiner Meinung nach. Selbst in der vierten Liga mit attraktiven Gegnern passiert nicht viel, kaum Nachwuchs und dass bei heißen Spielen der alte Hooladel sich blicken lässt heißt auch nichts. Von denen sagen selber welche, dass die Szene beim BFC tot ist. Union ist ein Stadtteilclub auch die Stadtteile drumherum sind überwiegend Uniongebiet aber wenn es richtung Südwesten geht, sieht das auch in Ostberliner Stadtteilen schon wieder anders aus. Und gerade dort gab es nennenswerten Stress.
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