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Die effektivsten Kampfsportarten
#1
Auch ein gern diskutiertes Thema ist, welche Kampsortart am besten (wenn man das so sagen kann) bzw. effektivsten ist. Meiner Meinung nach sind eigentlich nur Kampfsportarten effektiv, in denen man Vollkontakt trainiert. Das heißt: MMA, Muay Thai (Thai Boxen), Kickboxen, das klassische Boxen und Karate (ab und zu auch mit Vollkontakt-Training).
Ich selbst gehe seit ca. 2 Jahren Thai Boxen und kann es wirklich jedem weiter empfehlen. Einerseits sehr effektiv um einen Gegner auszuschalten und andererseits auch sehr nützlich um sich selbst zu verteidigen. Big Grin
Mich würde es interessieren, was ihr so für Kampsportarten macht und was ihr am effektivsten findet.
Wink
Sturm Graz die Liebe meines Lebens, die Kurve ist immer für dich da.
Schwarz-Weiß die einzig wahren Farben, Tod und Hass dem GAK.
-1909-   1.3.1.2.
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#2
(08.01.2016, 15:47)SturmGraz schrieb: Auch ein gern diskutiertes Thema ist, welche Kampsortart am besten (wenn man das so sagen kann) bzw. effektivsten ist. Meiner Meinung nach sind eigentlich nur Kampfsportarten effektiv, in denen man Vollkontakt trainiert. Das heißt: MMA, Muay Thai (Thai Boxen), Kickboxen, das klassische Boxen und Karate (ab und zu auch mit Vollkontakt-Training).
Ich selbst gehe seit ca. 2 Jahren Thai Boxen und kann es wirklich jedem weiter empfehlen. Einerseits sehr effektiv um einen Gegner auszuschalten und andererseits auch sehr nützlich um sich selbst zu verteidigen. Big Grin
Mich würde es interessieren, was ihr so für Kampsportarten macht und was ihr am effektivsten findet.
Wink


Wie sieht es aus ? Ist Muay Thai für Anfänger zu empfehlen? Wink
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#3
Muay Thai ist auf jedenfall für Anfänger geeignet. Allerdings muss man davon ausgehen mit blauen Oberschenkeln heimzukommen und erstmal drei Tage nicht gehe können  Big Grin
Dafür lernt man halt das "wahre" kämpfen und kann sich effektiv verteidigen  Wink
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#4
Ich denke es gibt effektivere Kampfsportarten als Muay Thai, z.B. Taekwondo oder die Jutsu und Jitsu-Varianten, aber für mich geht nix über Muay Thai, weil es meiner persönlichen Natur und Vorliebe am ehesten entspricht alles Einzusetzen, in dem Fall auch Knie und Ellbogen, und dazu treten wie ein Pferd.
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#5
Das bin ich auch ohne gewohnt, Danke Wink
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#6
(13.01.2016, 19:29)EatmyFist schrieb: Ich denke es gibt effektivere Kampfsportarten als Muay Thai, z.B. Taekwondo oder die Jutsu und Jitsu-Varianten, aber für mich geht nix über Muay Thai, weil es meiner persönlichen Natur und Vorliebe am ehesten entspricht alles Einzusetzen, in dem Fall auch Knie und Ellbogen, und dazu treten wie ein Pferd.

Also Taekwondo ist nicht sehr straßentauglich, da man im Prinzip nur Tritte macht und keine gescheiten Schläge ausführt. Klar Tornado Kicks etc. sehen extrem geil und spektakulär aus, funktionieren aber nur zu 1% auf der Straße. Gefahr durch Ausrutschen etc. Außerdem brauct man bei solchen Kicks nur einen Schritt zurück gehen und greift den Kämpfer dann an. (Haben keine Deckung und sind komplett offen während dem Kick)  Smile
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-1909-   1.3.1.2.
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#7
(13.01.2016, 23:32)SturmGraz schrieb:
(13.01.2016, 19:29)EatmyFist schrieb: Ich denke es gibt effektivere Kampfsportarten als Muay Thai, z.B. Taekwondo oder die Jutsu und Jitsu-Varianten, aber für mich geht nix über Muay Thai, weil es meiner persönlichen Natur und Vorliebe am ehesten entspricht alles Einzusetzen, in dem Fall auch Knie und Ellbogen, und dazu treten wie ein Pferd.

Also Taekwondo ist nicht sehr straßentauglich, da man im Prinzip nur Tritte macht und keine gescheiten Schläge ausführt. Klar Tornado Kicks etc. sehen extrem geil und spektakulär aus, funktionieren aber nur zu 1% auf der Straße. Gefahr durch Ausrutschen etc. Außerdem brauct man bei solchen Kicks nur einen Schritt zurück gehen und greift den Kämpfer dann an. (Haben keine Deckung und sind komplett offen während dem Kick)  Smile

Ok, bin auch kein Fachmann, nur kampferfahren.
Dachte weil Taekwondo ebenfalls zu den Vollkontakt-arten gehört, denn wie du schon anfangs erwähntest sind nur diese wirklich effektiv und schlagkräftig.

Aber auch in einigen Nahkampfdisziplinen oder Spezialeinheiten gibt es so manche Griffe, Kniffe und Würfe die nicht zu unterschätzen sind.
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#8
Besonders straßentauglich sind m.w. eigentlich nur Sambo aus Russland und Krav Maga. Ersteres habe ich mal eine Weile gemacht. Und ich mag da die schmutzigen Tricks..
Helmut: "Natürlich war früher alles besser. Deshalb haben beim BFC Ultras auch nichts zu melden. Schreib mir mal ne PN wenn du aufs Maul willst!!!"

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#9
Das Problem beim Taekwondo besteht ähnlich wie beim Karate darin, dass es in aller Regel als Wettkampf- oder Breitensport trainiert wird. Für "die Straße" nutzt es nichts, in einem Verein zu trainieren, in dem hauptsächlich Kinder, Hausfrauen und Senioren ein wenig Gesundheitssport betreiben und Geselligkeit suchen. Wer gegen Wölfe bestehen will, muss mit Wölfen trainieren. Wer sich für Karate interessiert, sollte zum Beispiel die Stilrichtung Kyokushin dem weit verbreiteten Shotokan vorziehen, dort wird von Beginn an Vollkontakt trainiert.

Alle Kampfkünste haben gegenüber Kampfsportarten wie Muay Thai, Boxen oder MMA jedoch den Nachteil, dass sie jahrelang trainiert werden müssen, um halbwegs effektiv eingesetzt werden zu können. Wer Boxen regelmäßig trainiert, kann sich hingegen sicherlich nach einem halben Jahr bereits ganz gut gegen einen dahergelaufenen, untrainierten Kneipenschläger durchsetzen. Nicht zu unterschätzen ist auch der mentale Faktor dieser Disziplinen: Wer regelmäßig im Training "kassiert", der lässt sich in einer echten Auseinandersetzung nicht so schnell aus der Fassung bringen und kann weiter Techniken anwenden, so lange er nicht physisch kampfunfähig ist. In den asiatischen Kampfkünsten kommt dieser Aspekt viel kürzer, was manch ein Meister mit der Gefährlichkeit seiner Techniken begründet, andere mit dem Leitspruch "Im Karate gibt es keinen ersten Angriff" und wieder andere damit, dass der Weg das Ziel sei und man diese Techniken zur inneren Vervollkommnung trainiere und nur im Notfall zur Anwendung bringen solle.

Ich will gerade das Karate hier nicht schlecht reden. Auch im Shotokan gibt es hervorragende Trainer und hervorragende Dojos. Das Problem des Shotokan ist vor allem sein Erfolg. Ein hauptberuflicher Trainer muss für Einnahmen sorgen und wie erhält man die wohl am besten: Indem man ein in jeder Hinsicht knüppelhartes Training anbietet oder indem man der breiten Masse ein bisschen Kata-Lauf, Kiai, lockeres Randori und Grillabende anbietet?

Für Anfänger, die noch nie Kampfsport betrieben haben, empfehle ich Boxen. Boxen umfasst ein intensives Ganzkörpertraining, das für eine solide Grundfitness sorgt und anspruchsvoller als bei den meisten anderen Disziplinen ist. Im Boxen lassen sich in vergleichsweise geringer Zeit gute Trainingserfolge erzielen und mit einer soliden Schlag- und Deckungstechnik steht man auf der Straße gut da. Da es im Boxen nur wenige Techniken gibt, wird an diesen deutlich intensiver gearbeitet als im MT und MMA. Mindestens zwei Einheiten in der Woche plus Krafttraining und Laufen sollten es schon sein. Wer später eine weitere Disziplin dazu nehmen will, könnte z.B. über Brazilian Jiu Jitsu oder Luta Livre für den Bodenkampf nachdenken. Sehr trittlastige Sportarten würde ich nicht empfehlen, da die meisten Kicks in der typischen Match-Situation nicht anwendbar sind. Knie- und Ellbogentechniken aus dem MT sind dagegen eine sehr gute Ergänzung zum Boxen.
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#10
(27.02.2016, 12:39)raskolnikow schrieb: Das Problem beim Taekwondo besteht ähnlich wie beim Karate darin, dass es in aller Regel als Wettkampf- oder Breitensport trainiert wird. Für "die Straße" nutzt es nichts, in einem Verein zu trainieren, in dem hauptsächlich Kinder, Hausfrauen und Senioren ein wenig Gesundheitssport betreiben und Geselligkeit suchen. Wer gegen Wölfe bestehen will, muss mit Wölfen trainieren. Wer sich für Karate interessiert, sollte zum Beispiel die Stilrichtung Kyokushin dem weit verbreiteten Shotokan vorziehen, dort wird von Beginn an Vollkontakt trainiert.

Alle Kampfkünste haben gegenüber Kampfsportarten wie Muay Thai, Boxen oder MMA jedoch den Nachteil, dass sie jahrelang trainiert werden müssen, um halbwegs effektiv eingesetzt werden zu können. Wer Boxen regelmäßig trainiert, kann sich hingegen sicherlich nach einem halben Jahr bereits ganz gut gegen einen dahergelaufenen, untrainierten Kneipenschläger durchsetzen. Nicht zu unterschätzen ist auch der mentale Faktor dieser Disziplinen: Wer regelmäßig im Training "kassiert", der lässt sich in einer echten Auseinandersetzung nicht so schnell aus der Fassung bringen und kann weiter Techniken anwenden, so lange er nicht physisch kampfunfähig ist. In den asiatischen Kampfkünsten kommt dieser Aspekt viel kürzer, was manch ein Meister mit der Gefährlichkeit seiner Techniken begründet, andere mit dem Leitspruch "Im Karate gibt es keinen ersten Angriff" und wieder andere damit, dass der Weg das Ziel sei und man diese Techniken zur inneren Vervollkommnung trainiere und nur im Notfall zur Anwendung bringen solle.

Ich will gerade das Karate hier nicht schlecht reden. Auch im Shotokan gibt es hervorragende Trainer und hervorragende Dojos. Das Problem des Shotokan ist vor allem sein Erfolg. Ein hauptberuflicher Trainer muss für Einnahmen sorgen und wie erhält man die wohl am besten: Indem man ein in jeder Hinsicht knüppelhartes Training anbietet oder indem man der breiten Masse ein bisschen Kata-Lauf, Kiai, lockeres Randori und Grillabende anbietet?

Für Anfänger, die noch nie Kampfsport betrieben haben, empfehle ich Boxen. Boxen umfasst ein intensives Ganzkörpertraining, das für eine solide Grundfitness sorgt und anspruchsvoller als bei den meisten anderen Disziplinen ist. Im Boxen lassen sich in vergleichsweise geringer Zeit gute Trainingserfolge erzielen und mit einer soliden Schlag- und Deckungstechnik steht man auf der Straße gut da. Da es im Boxen nur wenige Techniken gibt, wird an diesen deutlich intensiver gearbeitet als im MT und MMA. Mindestens zwei Einheiten in der Woche plus Krafttraining und Laufen sollten es schon sein. Wer später eine weitere Disziplin dazu nehmen will, könnte z.B. über Brazilian Jiu Jitsu oder Luta Livre für den Bodenkampf nachdenken. Sehr trittlastige Sportarten würde ich nicht empfehlen, da die meisten Kicks in der typischen Match-Situation nicht anwendbar sind. Knie- und Ellbogentechniken aus dem MT sind dagegen eine sehr gute Ergänzung zum Boxen.


100% super Beschreibung! Ich habe fast 9 Jahre geboxt, für Einsteiger das perfekte Training. Auch auf Dauer und mit intensiveren Einheiten lernst du zu bestehen und Deine Körperlichkeit zielgerichtet einzusetzen. Wenn Du den richtigen Trainer hast der mit dir die richtigen Schlagtechnik trainiert lernst du relativ schnell gegen jeden Kneipenschläger zu bestehen. Auch auf dem Acker haben geübte Boxer auf unebenem Gelände in meinen Augen immer einen Vorteil gegenüber vielen asiatischen Kampfsportarten wo mit Füssen gearbeitet wird.
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