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Die effektivsten Kampfsportarten
#11
Da MMA viele Dinge kombiniert, ist es denke ich auf der Straße die effektivste Kampfsportart.
Man hat vorteile im Bodenkampf und mit sicherheit auch ein solides Striking.
In meinen Augen sind aber alle Kampfsportarten mit Vollkontakt förderlich, da man sich daran gewöhnt treffer wegzustecken und sicherlich fitter als reine Kneipenschläger ist.
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#12
Damit MMA seine Effektivität voll ausspielt, muss der Trainierende ein Allrounder sein, sich also im Standup als auch am Boden gleichermaßen wohlfühlen. Dafür muss man gemacht sein. Tatsächlich werden sich den meisten Kämpfern aber starke individuelle Präferenzen herausstellen oder bestehen schon durch Kenntnisse in anderen Disziplinen, sodass es mehr Sinn macht, diese zu perfektionieren, anstatt Trainingszeit in Disziplinen zu investieren, die dem Kämpfer von seinem Naturell her nicht liegen. Das ist erst dann wichtig, wenn ein MMA-Kämpfer im Oktagon den Sieg holen will. Benny Brinsa hat sich z.B. auch extra vom BJJ-erfahrenen Marcin Bandel im Bodenkampf unterrichten lassen, weil dieser ihm weniger liegt als Standup. Mancher sollte sich auch einfach eingestehen, dass Kampfsport nichts für ihn ist. Was bringt es, ins Training zu gehen, wenn man auch nach Monaten noch Angst vor Verletzungen im Sparring hat? Das kann dann auf dem Acker erst recht nichts werden. Es ist doch wirklich keine Schande, sich das einzugestehen und stattdessen z.B. Ausdauerlauf zu machen, um sich fit zu halten - das ist nämlich auch ein sinnvoller Sport, der für jeden Kämpfer dazu gehören sollte.

MMA ist nur dann effektiver als andere VK-Disziplinen, wenn der Kämpfer diese Disziplin mindestens genauso umfassend beherrscht wie der gegenüber stehende Boxer/Kickboxer/o.a. Genau das halte ich aber beim Durchschnittstrainierenden für eher unwahrscheinlich. Einerseits, weil MMA viel mehr Techniken umfasst als z.B. Boxen. Andererseits: Damit das gelingt, muss man früh anfangen, viele Jahre hart trainieren und auf viele Dinge verzichten. Die Realität im Fußballumfeld sieht aber doch eher so aus, dass Döner, Bier und Dope zu sich genommen werden, was mit einem ernsthaften, zielorientierten Training unvereinbar ist. In diesem Fall kann sich ein gefährlicher Irrglaube einstellen: "Ich mache MMA mit 80% der Leistung, aber damit bin ich dem 100%-Boxer trotzdem voraus". Das führt dann zu keinem guten Ende. Gekämpft werden muss immer mit der Einstellung, dass es hier und jetzt um Leben und Tod geht und nicht anderes. Den nichtsnutzigen Dilettanten, das Fallobst erkennt man daran, wenn zum Gegner gejoggt, in die Hände geklatscht und "Ja kommt doch!" gerufen wird. Das sind nur Fußballrowdys, keine Kämpfer.
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#13
Die Frage lässt sich pauschal gar nicht beantworten, es kommt nämlich immer darauf an, was man will:

Wenn ich auf 1 gegen 1 Situationen trainieren- oder im Sicherheitsgewerbe arbeiten will, ist es sicherlich von Vorteil eine Grappling Kampfsportart zu trainieren. Dadurch bringe ich meinen Gegner schnell unter Kontrolle und werde auch fast jeden reinen Striker schnell besiegt haben.

Wenn es um Straßenkampf bzw Selbstverteidigung geht, finde ich Grappling aber nicht so optimal. Du hast eben den entscheidenden Nachteil, dass du relativ großen und zeitintensiven Aufwand betreiben musst, um den Gegner ruhig zu stellen. Zudem kannst du dich nur auf einen Gegner konzentrieren. Da der klassische Stresser auch selten alleine unterwegs ist, ist es relativ gefährlich auf der Straße mit ihm am Boden zu kämpfen. Hartes Pflaster, Scherben und vorallem umstehende Freunde, die problemlos auf dich einstiefeln könnten, wenn du versuchst einen Armbar anzusetzen Blush

Von daher kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen und Boxen als sehr sinnvolle SV nennen, auch wenn es im Moment gar nicht hipp und angesagt ist. Gute Beinarbeit, schnell rein und raus, präzise Schläge...das alles verschafft dir viel Zeit und Raum in gefährlichen Situationen.

Kicks können natürlich auch ein extrem wirkungsvolles Mittel sein, aber man macht sich sehr anfällig für Konter und man wird sehr sehr selten mit einem einzelnen Kick einen Gegner auf Adrenalin ausser Gefecht setzen. Deswegen finde ich das klassiche Muay Thai auch nicht sooo geeignet für die Straße. Mit den Händen werden meistens nur Tritte vorbereitet, was wiederrum für einen längeren Kampf sinnvoll ist, der "auf der Straße", wo es nicht länger als ein paar Sekunden geht, nicht so notwendig ist. Da finde ich den europäischen Stil besser, der den Fokus auf die Hände legt und Kicks ab und zu einstreut, das machen auch viele UFC Kämpfer im Moment so.

Und bei einer klassichen Massenschlägerei, wie sie beim Fußball, Acker etc vorkommt, musst du natürlich in erster Linie eine gute Ausdauer und am besten viel Kraft mitbringen. In der Regel gewinnt das körperlich stärkere Team.

Abschließend denke ich aber, dass man das trainieren sollte, was einem am meisten Spaß macht. Dann bist du am motiviertesten es durchzuziehen und bleibst noch lange dabei!
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#14
(27.03.2016, 01:15)raskolnikow schrieb: Den nichtsnutzigen Dilettanten, das Fallobst erkennt man daran, wenn zum Gegner gejoggt, in die Hände geklatscht und "Ja kommt doch!" gerufen wird. Das sind nur Fußballrowdys, keine Kämpfer.

(12.04.2016, 19:44)ReggieKray schrieb: Abschließend denke ich aber, dass man das trainieren sollte, was einem am meisten Spaß macht. Dann bist du am motiviertesten es durchzuziehen und bleibst noch lange dabei!

Den Beiträgen ist eigentlich nichts weiter hinzu zu fügen, alles plausibel und nachvollziehbar. Man merkt ihr wisst wovon ihr sprecht.

Ohne den Willen, der Kraft, Kondition oder Ausdauer und natürlich der Technik sind zielgerichtete Wirkungstreffer, vor allem im Eifer des Gefechts nur schwer anzubringen.

Die Spreu oder der harte Kern trennt sich sowieso vom Weizen oder Mob, sobald es abgeht und kritische Situationen eintreten.
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#15
da es auf der straße in erster linie um schnelligkeit und effizienz geht und nicht um fairness würde ich sagen krav maga ist am besten geeignet.

auf dem acker ist kickboxen/muay thai die beste wahl
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