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Russland
#1
Wink 
21.11.2015 Lokomotive Moskau vs. Anzhi Machatschkala 0-2

Nachdem der Großinvestor Suleiman Kerimov 2013 den Geldhahn kleiner gedreht hatte, ging es mit Anzhi Machatschkala bergab. Mit Eto’o verließen der Reihe nach alle namhaften Spieler den Verein. Trotzdem gelang es den Dagebliebenen und Neueingekauften noch, im Winter 2014 den Club in der Europaleague bis ins 8tel-Finale zu führen, wo sie dann aber an AZ Alkmaar scheiterten. Nur eineinhalb Jahre zuvor hatten sie noch sowohl in der Hin- wie auch der Rückrunde gegen die Holländer Siege davongetragen.
Auch in der Premjer League ging es abwärts. Als Tabellenletzter stieg Anzhi ab. Doch in der 1. Division (2. Liga) fing sich das Team wieder und kehrte nach einem Jahr als Vizemeister zurück in das Oberhaus. Der Klassenerhalt stellt sich hier allerdings als große Herausforderung, denn Anzhi kann an die Erfolge nicht anknüpfen.

Erkennbare Fußballfans entdeckten wir auf der Metro-Fahrt vom Hotel zum Spielort kaum. Erst am Stadion selber sah man zumindest Anhänger der Heim-Mannschaft.
Der Bereich des Gästeblocks war sogar außerhalb des Stadions von der Polizei abgeriegelt. Nur wer sich glaubwürdig als Anzhi-Fan ausgeben konnte, wurde durch die Polizeikette hindurch gelassen. Da am Kassenhäuschen die Karten ausgegangen waren, hatten sich nun vor dem Eingang an die Hundert Nordkaukasier angesammelt und warteten auf Nachschub. Langsam drückte die Zeit, denn es verblieben nur noch 5 Minuten bis zum Anpfiff. Als die Tickets endlich eintrafen, gab es an der Kasse wie erwartet eine Riesenknubbelei. Nach zwei Kontrollen betraten wir pünktlich zum Ende der russischen Hymne den Gästeblock, welcher sich in Sektor 12 und 13 im Unterrang hinter dem Tor befindet.
Während um uns herum etwa 400 Dagestaner, Tschetschenen (u.a. "Wolf Squad") und Inguschen standen, befanden sich insgesamt 5348 Zuschauer im Rund. War das nun wieder einer dieser Boykotts einheimischer Russen gegenüber Spielen gegen kaukasische Mannschaften, oder waren Lokomotiv im Laufe der Jahre die Anhänger abhanden gekommen? Vor 10 Jahren hatten sie bei Spiel gegen Terek jedenfalls deutlich mehr Zulauf.
Die „Wild Division“ hatte drei große Schwenker und ein paar einzelne Doppelhalter mitgebracht, die sowohl zum Spielanfang zusammen mit einer kleinen Rauchwolke und einer Schalparade wie auch während des -Verlaufs zum Einsatz kamen.
Im gegenüberliegenden Heimblock, wo die moskauer Ultras hinter ihren Bannern standen, konnte ich keine größeren Aktionen feststellen. Vielleicht hatten wir diese aber bereits verpasst. Man sah die Leute regelmäßig die Arme ausbreiten und in die Hände klatschen. Abwechselnd zu „Loko“-Rufen hörte man die in Russland gängigen Slogans und Melodien, aber beeindruckt hat uns das nicht.
Anzhi traf in der 2. Halbzeit gleich zweimal.
Regelmäßig gab es im Away-Sektor Anfeuerungen und Klatscheinlagen. Immerhin führte hier der Tabellenletzte gegen den 2.!

Einmal fand auch ein wechselnder Support zwischen der linken und der rechten Hälfte des Blocks statt, wobei die eine Seite ihre Arme immer zu den anderen Anzhi-Fans reckte.
Nach dem zweiten Tor
zündeten die Jungs dann fleißig Bengalos in verschiedenen Farben. Keiner der Zündler war vermummt, und die Polizei schien die Aktion nicht zu stören. Es gab weder während des Spiels noch im Anschluss Probleme.

Nach dem Abpfiff kam die Mannschaft noch kurz vor den Gästeblock. Mal schauen, wie es bis zum Saisonende weitergeht...
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#2
Wegen der Ausschreitungen beim nordkaukasischen Derby Anguscht Nazran vs. Alania Vladikavkaz (Agressor: Anguscht) im Jahre 2013 (als sie noch beide zweitklassig waren), muss diese Begegnung auf neutralem Boden ausgetragen werden. Heute stellte hierfür Spartak Nalchik sein Stadion zur Verfügung. Inzwischen sind beide Vereine nur noch drittklassig. Das Spiel begann um 16 Uhr, im eigentlichen Fansektor von Nalchik standen etwa 30 Alania-Anhänger mit einer Ossetien-Blockfahne. Die Anguschten, welche gegenüber standen, hatten auch ihre Landesflagge (Inguschetien) in Übergröße am Start.
Dramatisch: Alania steht wohl wieder kurz vor dem Bankrott. Es ist schon ein Trauerspiel, dass sich kein zahlkräftiger Sponsor für den Russischen Meister von 1995 finden lässt!!
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#3
mal ein paar Fotos für den Thread Wink

Zenit Sankt Petersburg

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Rostov

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Spartak Moskau in St. Petersburg

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Spartak (älteres Foto)

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CSKA Moskau (Foto von 2012)

[Bild: 283889-bolelshhiki-pfk-cska.jpg]

Torpedo Moskau

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Kuban

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Lokomotive Moskau

[Bild: thumb_lokomotiv-zenit14-15_%282%29.jpg]

[Bild: lokomotiv-26.jpg]
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#4
Für den Russischen Meister von 1995 sieht es zur Zeit stockfinster aus. Alania Vladikavkaz ist Tabellenletzter in der 3. Liga. Spieler und Vereinsangehörige haben schon seit einigen Monaten keine Gehälter mehr gesehen. Sponsoren fehlen. Auf den Trikots sieht man keine Werbeaufdrucke. Die Begegnung bei Mitos Novotscherkessk wäre beinahe ins Wasser gefallen, weil der Verein kein Geld mehr für die 700 Kilometer weite Busfahrt hatte. Erst kurzfristig sprang ein Sponsor ein.

Am 17.5. trat Alania bei SKA Rostov an. Obwohl der Verein aus der Don-Stadt über einen klassisch russischen Fußballtempel mit 11.000 Sitzen verfügt, kickt er seit Jahren im Lokomotive-Stadion im Vorort Bataisk. Der Kasten liegt in einem Wohngebiet, bietet 2500 Sitze auf vier schmalen mit Wellblech überdachten Tribünen. Mitos Novotscherkessk und der Verein von Bataisk tragen hier ebenfalls ihre Heimspiele aus.

Als wir ankamen, standen überwiegend Senioren am Eingang. Der Eintritt war heute frei. Trotzdem lockte das Spiel nur geschätzte 150 Zuschauer an. Auf der Haupttribüne verkaufte eine Frau SKA-Schals, Stadionprogramme, Kühlschrankmagneten und Bonbons. Gästefans waren zunächst nicht präsent. Einen erkennbaren Heimfanblock gab es auch nicht. Die Zuschauer saßen eher verstreut herum. Einzelne Personen trugen SKA-Schals. Ab und zu hörte man Gepöbel, aber Support gab es nicht.
Polizei und Soldaten waren zahlreich präsent. Anscheinend hatte man aus dem Überfall auf die "Red White Djigits" beim Spiel Mitos Novotscherkessk vs. Spartak Nalchik gelernt.
Alania ging in der 15. Minute in Führung.
In der Halbzeitpause erschienen dann 5 Osseten aus Rostov, welche eine Ossetien-Fahne dabei hatten und sich auf der fast leeren rechten Hintertortribüne platzierten und zur 2. Halbzeit die Mannschaft anfeuerten.
Nun wurden auch etwa 10 Leute im uldrigen Alter unter den Heimfans wach und gruppierten sich um gemeinsam ihr Team anzufeuern. Aha, hier bewegt man sich also nur, wenn sich Gäste bemerkbar machen... und wenn SKA in Führung geht, denn die Mannschaft aus Rostov traf gleich dreimal. Alania ging dementsprechend wieder mit 0 Punkten vom Feld.
Noch sind die Osseten punktgleich mit dem Tabellenvorletzten Druschba Maikop. Es bleibt zu hoffen, dass die Jungs aus den letzten beiden verbleibenden Spielen die nötigen Punkte für den Klassenerhalt raushauen...
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#5
KATASTROPHE!! Königsberg ist aus der 2. Liga abgestiegen!
Jetzt hilft nur noch beten, dass ein anderer Zweitligist in der Sommerpause bankrott geht und Baltika drin bleibt...
Königsberg muss um jeden Preis gehalten werden!!
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#6
Der Zweitliga-Kalender für die Saison 2016/17 ist da:
http://1fnl.ru/champioship/results/484/
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#7
Ende Mai endete dann auch die Saison der Südstaffel der 3. Liga.
Die Stadt Nalchik hatte sich gerade von den schweren Unwettern und einer Überschwemmung erholt.
Der feststehende Aufsteiger Spartak Nalchik gewann zuhause vor knapp 2000 Zuschauern gegen Maschuk Fünfhügelstadt aus der an Kabardino-Balkarien angrenzenden Region Stavropol.
Trotz der geringen Distanz von etwa 85 Kilometern waren nur 3 Gästefans mit einer Stadtfahne angereist. Während des Spiels kam noch eine vierte Person hinzu.
Red White Djigits & Rebels machten mit einem Block von geschätzt 50 Leuten regelmäßig Support. Zwischendurch stressten die Gesetzeshüter ohne erkennbaren Anlass. Nach einer Diskussion konnte die Sache geschlichtet werden.


[Bild: nalchikmaschuk4rm5j0f21q.jpg]

Die Begegnung zwischen Alania und Biolog Novokubansk musste um 1,5 Stunden verschoben werden, weil sich das Unwetter nun in Vladikavkaz austobte, und das Stadion zunächst gut bewässert war. Die Osseten gewannen trotzdem 1-0 und sicherten sich den Klassenerhalt als Tabellenelfter (von vierzehn). Druschba Maikop steigt als Schlußlicht aus der 3. Liga ab.
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#8
Wolga Nishni Novgorod hat sich aus der 2. Liga (1.Div.) zurückgezogen. Der frei werdende Platz geht an ...
... Baltika Königsberg!!! =D
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#9
Die 280.000-Einwohner-Stadt Tambov liegt genau auf halbem Weg zwischen Moskau und Wolgograd; 450 Kilometer südöstlich von der Hauptstadt.
1960 wurde der Verein Spartak Tambov gegründet, welcher 2014 bankrott ging und zunächst seine Spiele unter dem Namen FK Tambov in der 3. Liga fortsetzte. 2016 schloss der Klub die Saison als Tabellenführer der Zone „Zentrum“ ab und stieg in die zweithöchste Klasse, die sogenannte „1. Division“ auf. Spartak Nalchik, welche als Tabellenführer der Zone „Süd“ ebenfalls in diesem Sommer aufgestiegen waren, traten nun als Tabellenzwölfter beim Elften an.

Die Landung unseres Flugs in Domodedovo war für 2 Uhr nachts vorgesehen, was bedeutete, dass uns etwa 12 Stunden bis zum Kick-Off um 14 Uhr blieben.
Eine halbe Stunde später erreichten wir mit unserem Koffer den Mietwagenverleih des Flughafens. Da wir allerdings eine Mütze Schlaf brauchten, fuhren wir bis Stupino. Die 67.000-Einwohner-Stadt liegt ca. 100 Kilometer südlich von Moskau und hat ein IBIS-Hotel, das wir um 4.30 Uhr erreichten. Bis dorthin war die mehrspurige und fast geisterhafte Autobahn recht angenehm gewesen.
Um 7.30 Uhr ging dann der Wecker. Wir fuhren von hier aus auf die Astrachan-Route, welche hauptsächlich einspurig ist. Nicht nur die drei Baustellen mit nur wechselseitigem Verkehr (eine Richtung fuhr, die andere hatte Rot) hielten uns auf, sondern auch die zahlreichen Lastwagen. Die Schlaglöcher waren eher nebensächlich.
An richtigen Städten kamen wir bis Tambov nicht mehr vorbei. Ein wenig Abwechslung boten die am Straßenrand hockenden Händlerinnen und Händler, die - je nach Feld - die entsprechende Ernte in Eimern oder gestapelt anboten. Manche Anbieter hatten auch ein breitgefächertes Sortiment, dass neben Ost und Gemüse, auch Getränke, Töpferwaren, Kitsch und an Fäden herabhängende, getrocknete Fische beinhaltete. Auf einem Kilometer reihte sich ein Gartenzwerg-Hersteller neben dem Anderen und stellte seine Hundert- oder auch gar Tausendschaften von Figuren aus.
Sehr unterhaltsam war dann aber die Stelle am Randstreifen, wo das wohl älteste Gewerbe der Welt angeboten wurde - natürlich ganz im Freien und für jeden Vorbeireisenden sichtbar, denn Werbung wirkt ja bekanntlich.
Obwohl immer wieder Schilder mit dem in der Ferne am Kaspischen Meer liegenden Astrachan lockten, war für uns um 13 Uhr Endstation in Tambov.
Der erste Eindruck der Stadt brachte erstmal meine Kinnlade zu Fall. Die schlaglochübersähten Straßen, welche an Mondkrater erinnerten, waren nur ein Teil, der dazu beitrug.
Die kleinen, verwitterten Holz- und Wellblech-Häuschen stammten noch aus Urgroßmutters Zeiten. Oft waren sie nur noch zum Teil bewohnt bzw. bewohnbar, was sich durch die mit Holzplatten verrammelten Fenster zeigte.
Auch die moderneren Plattenbauten hinterließen den Eindruck, als wären sie schon lange durch die Rente.
Auf der Straße am Stadion war schon jede Menge los. Schalträger in groß und klein, Ultras wie Normalos liefen an uns vorbei, während wir uns dezent nach dem Eingang zum Gästeblock umguckten. Dabei begegnete uns drei Szeneleute von "Allon Franktae" von Alania, die ebenfalls auf der Suche nach kaukasischen Gleichgesinnten waren.
Eine uldrig gekleidete, pummelige Gestalt von Tambov beobachtete uns ein paar Meter weiter. Wir wurden von der Polizei allesamt zum Haupteingang geschickt, wo ein paar Nalchik-Fans von den "Moscow Djigits" warteten. Dort teilten uns Sicherheitsleute mit, dass der Zugang zum Gästeblock auf der anderen Seite des Stadions liege. Also trotteten wir durch die mit Wasser gefüllten Schlaglöcher dorthin.
Am Eingang saß eine Olga, die die Karten jeweils für 100 Rubel verkaufte. Das sind etwa 1,45 Euro pro Karte. Nachdem man bezahlt hatte, griff sie zu einem A4-Stapel mit Farbausdrucken und schnitt mit der Schere jeweils ein Ticket heraus. Anschließend ging es für uns durch einen aufgestellten Rahmen, der als Metall-Detektor und gleichzeitig als Klebefläche für Sticker diente. Nachdem auch die Handtaschen kontrolliert waren, durften wir den Gästeblock betreten. Dieser war gar nicht zu verachten: uns gehörte ein ausreichend großes Teilstück des Hintertorbereichs, einschließlich dreier Dixi-Klos. Zahlreiche Zenit-Aufkleber erinnerten an das Pokalspiel (16tel-Finale) vom 22.09., als die Petersburger mit ihrer ersten Mannschaft in Tambov gastierten und 5-0 gewannen.
Die Fahnen von "Allon Franktae" und "Moscow Djigits" wurden aufgehängt.
Insgesamt waren wir zehn überschaubare Leute (aus St. Petersburg, Moskau und Deutschland) von insgesamt 2900 Zuschauern. Während der ersten Halbzeit setzte sich ein Alania-Fan mit seinem kleinen Kind von unserer Gruppe ab und setzte sich an den Rand.

Zum Spielanfang brachten die dunkel gekleideten Tombov-Ultras vor ihrem Block ein großes Banner mit der Aufschrift „Tambovchane “ an. Ein paar zusätzliche, kleinere Fahnen, wie z.B. eine Romanov-Flagge, durften natürlich nicht fehlen.
Bevor der Mob auf geschätzte 80 Mann anwuchs, sah es so aus, als würde das sitzende Publikum auf der Haupttribüne die eigentliche Stimmung machen, denn von dort schallten Gesänge und Anfeuerungen zu uns herüber.
Den Support übernahmen dann zur Mitte der ersten Halbzeit die Ultras, wobei der Begriff „Support“ manchmal bedingt zutraf, da sie zeitweilig damit beschäftigt waren, uns anhaltend lauthals Beleidigungen zukommen zu lassen. Dazwischen fiel dann zur Abwechslung öfters mal ein „Tam-bov“ mit Trommel- oder Klatschbegleitung à la *Bummbummbumm* oder besser gesagt *Tamtamtam*. Einstudiert wirkendes Gymnastik in Form von ausgebreiteten Armen und sich gegenseitig die Richtung zeigen (die linke Hälfte zeigt nach rechts während die rechte Hälfte bei einem Frage-Antwort-Spiel nach links deutet), gab es hingegen regelmäßig.
Von unserer Seite wurde nicht nur gesungen, sondern auch fleißig geklatscht bzw. weggeklatscht, denn der Gästeblock war Ziel von Schwärmen von Stechviehchern geworden, die es zu liquidieren oder zumindest vom Körper fernzuhalten galt.
Der sehr maskulin betonte Tambov-Fanblock (die Handvoll Frauen stand ehrfürchtig am Rand) schien solche Probleme nicht zu haben, denn dort ließen alle - bis auf ihren Grande Capo - die Hüllen obenherum fallen. Ob es an den sommerlichen Temperaturen lag, oder weil die Jungs Muskel- oder Fettmasse präsentieren wollten, oder uns schlichtweg zeigen mussten, dass sie keine Insektenstiche hatten, entzieht sich unserer Kenntnis.
Zum Ende der ersten Halbzeit zündeten sie bei sich ein paar Knallkörper, aus denen blasse Wölkchen mit blauem Rauch hochstiegen.
Bei uns gab es die eine und andere Schalparade. Was wollte man auch groß mit sowenigen Leuten machen?
Leider gab das Spiel aus Sicht des Zuschauers nicht viel her. Auf dem Feld fand eher ein Hin- und Her statt, und die Torchancen wurden von beiden Seiten weit verfehlt.
Es war also alles Andere als ein Wunder, dass diese Begegnung mit einem 0-0 endete.
Da im Gegensatz zu uns niemand von den Gästeblockgenossen in Tambov bleiben wollte und alle vorhatten, noch heute nach Moskau zu fahren, verabschiedeten wir uns. Wie wir später erfuhren, wurden die Jungs in ihren Autos noch von einem mit Tambov Ultras vollgestopften PKW bis zur Stadtgrenze verfolgt.

       
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#10
BBC fälscht Dokumentation über russische Hooligans
https://deutsch.rt.com/gesellschaft/5222...russische/
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