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Fans für mehr Sicherheit in den Stadien
#1
Nach den Terror-Anschlägen in Brüssel und Paris und einigen Ausschreitungen bei Bundesligaspielen gehen viele Fußballfans mit gemischten Gefühlen zum Fußballspiel in ein Stadion. Polizei und Sicherheitskräfte wollen mit schärferen Kontrollen um das Stadion und im Stadion den Besuchern die Angst nehmen. Das Bundesliga-Publikum hat in dieses Vorgehen laut einer Umfrage mit großer Mehrheit befürwortet – das geht aus einer Studie von PriceWaterhouseCoopers (Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung) hervor.
94 Prozent der Befragten hatten Verständnis für schärfere Kontrollen und 75 Prozent sprachen sich besonders für höhere Standards in diesem Bereich als bisher aus. Allerdings stößt die bereits ab 2017 beschlossene Einführung von Bundesligaspielen an einem Montag auf Skepsis. Diese Änderung sehen 70 Prozent der Befragten kritisch und 46 Prozent der Skeptiker würden eventuell zukünftig auf eine Dauerkarte verzichten. Dazu sind allerdings schon sieben Prozent entschlossen.
Experten sind der Meinung, dass Stadien auf jeden Fall bei internationalen Großereignissen Absperrungen und zu intensive Kontrollen zu regelrechten Festungen werden könnten. Sie glauben nicht, dass sich generell etwas verändern wird, denn noch immer ist herrschen die Probleme von gewalttätigen Handlungen zwischen Fangruppen untereinander. Trotzdem sind tatsächlich bei normalen Bundesligaspielen deutlich mehr Beamte vor Ort als sonst.
Ein Fußballstadion ist nun mal ein Ort mit großen Emotionen. Immerhin geht es bei den Spielen um Niederlage oder Sieg, um Abstieg oder Aufstieg. Das wissen auch die Wettfans und daher tippen sie auf spannende Begegnungen in der Bundesliga. Unter wettpro lassen sich Buchmacher finden, die gute Wettquoten für erfolgreiche Wettscheine – auch für Live Wetten – anbieten.
Ein Fußballstadion ist der Schmelztiegel von verschiedenen Kulturen. Es sind sie unterschiedlichen Fankulturen, die das ausmachen und die unterschiedlichen Interessen, die aufeinander prallen. Viele Fans wollen ihr Fußballteam mit Gesängen und Choreographien unterstützen, während das Sicherheitspersonal die Situation auf den Tribünen im Griff haben will. Dabei kann es schon einmal zwischen einzelnen Gruppen, Fans und Polizei zu Konflikten kommen, die so gut wie möglich verhindert werden sollen.
Um Ausschreitungen und Konflikte in den Fankurven und-blöcken von Anfang an zu vermeiden, ist neben einer guten Beobachtung der Situation auch Transparenz entscheidend. Genau mit diesem Thema beschäftigen sich Experten des Projektes SiKomFan „Mehr Sicherheit im Fußball“. Sie legen dabei den Fokus auf das Verhältnis von Sicherheitspersonal und Fußballfans - wie oben beschrieben – auf Transparenz sowie einer besten Kommunikation mit den Gruppen und vor allem auf Möglichkeiten der Deeskalation.
UEFA ermittelt
Trotz aller Sicherheitsstandards passieren immer wieder Ausschreitungen. Das jüngste Beispiel von Konflikten ist das Champions League-Spiel von Borussia Dortmund gegen Legia Waschau, das die Borussen mit 6:0 gewonnen hatten. Der europäische Fußballverband UEFA hat Ermittlungen gegen beide Mannschaften eingeleitet. Die polnischen Fans hatten beleidigende sowie antisemitische Fan-Gesänge angestimmt und Ultras hatten versucht, den Block mit den Dortmunder Zuschauern zu stürmen. Weitere Vorwürfe, mit denen sich die Kontroll-. Ethik und Disziplinarkommission der UEFA am 28. September auseinandersetzt, sind das Abbrennen von Pyrotechnik, das Werfen von Gegenständen sowie rassistisches Verhalten der Legia-Fans. Eine Strafe droht auch dem BVB wegen des Abbrennens von Pyrotechnik und des Werfens von Gegenständen durch seine Fans.


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